Wichtige Hinweise zum Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichen-Arten vor. Er bevorzugt warm-trockene Regionen, das heißt lichte Eichenwälder, Waldränder, Alleen und Einzelbäume. In Trockenjahren kann es zu Massenvermehrungen kommen und dann befällt er auch die jüngeren Bäume.

Maßnahmen:

Die giftigen Haare der Raupen können bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen, weshalb in vielen, öffentlichen Bereichen, wie Schulen, Kindergärten und Sportplätzen etc. mit Bioziden in Sprüheinsätzen - teilweise mit Unterstützung von Hubschraubern- vorgegangen wurde.

Bei dem Biozid handelt es sich um „Dipel ES" oder „Foray ES". Es enthält den Bacillus thuringensis, der die Darmwand des Eichenprozessionsspinners schädigt und zum Absterben der Schädlinge führt.

Die Kosten für die Schädlingsbekämpfung tragen die Waldbesitzer. Bei Befall außerhalb des Waldes tragen der jeweilige Landkreis oder die Kommunen die Kosten.

Sind Eichen betroffen, die auf privaten Grund und Boden stehen, kann der Eigentümer sich um eine fachgerechtete Bekämpfung kümmern, er ist dazu allerdings nicht verpflichtet.

Sollten Sie Nester entdecken, die sich auf öffentlichem Grund befinden, haben Sie die Möglichkeit diese bei der Gemeinde Hünxe zu melden.

Verwenden Sie dafür bitte unseren Mängelmelder und übersenden Sie uns den genauen Standort. Die Übermittlung eines Fotos ist ebenso hilfreich.

Allgemeine Tipps für den Schutz:

Generell dürfen Raupen und ihre Nester nicht berührt werden. Schon bei Verdacht eines Gifthaarkontakts können folgende Maßnahmen helfen:

  • Kleidung umgehend im Freien wechseln, Schuhe nass reinigen
  • Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen
  • Sichtbare Raupenhaare mit einem Klebstreifen entfernen
  • Gründliches Duschbad mit Haarreinigung und Augenspülung mit Wasser
  • Betroffene Gegenstände wie das Auto waschen, saugen und feucht reinigen
  • Hunde baden
  • Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, beim Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren.