„Hünxe bekommt ein neues Wohnzimmer!"

Eines der im Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) aufgeführten ortsteilspezifischen Leitprojekte für den Hünxer Ortskern war die Neugestaltung der Hünxer Mitte.

Hünxe soll also ein neues Wohnzimmer erhalten.

Doch wie genau sieht denn das Wohnzimmer eines Ortes mit knapp 5.300 Einwohnern aus?

Dazu gibt es sicher weit auseinanderdriftende Vorstellungen. Von „Alles muss so bleiben wie es ist" bis „Alles muss weg und neu" reichte die Bandbreite der Äußerungen.

So wurden folgende Ziele für die Ortskerngestaltung formuliert:

  • der Ortskern sollte als Zentrum für die gesamte Gemeinde gestärkt und weiterentwickelt werden,
  • die vorhandenen Flächenpotentiale im Bestand sollten aktiviert werden
  • die Aufenthaltsqualität sollte deutlich verbessert werden
  • die Verkehrsströme und ruhenden Verkehre sollten verträglich gestaltet werden.

Darüber hinaus waren die

  • Herstellung weitgehender Barrierefreiheit
  • die Sicherstellung einer sehr guten Erreichbarkeit
  • die langfristige Sicherung der zentralen Funktionen

weitere Ziele.

Die Ergebnisse des einstufigen nichtoffenen Wettbewerbes wurden durch das Preisgericht am 07.08.2020 ermittelt.

Die 6 eingereichten Wettbewerbsarbeiten wurden nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • übergeordnete Grundidee
  • Qualität der Einbindung in den städtebaulichen und freiraumplanerischen Kontext
  • Vernetzung und stadträumliche Qualität
  • Gestalt- und Aufenthaltsqualität
  • Funktionalität der Flächen, auch bei Veranstaltungen wie Wochenmarkt oder Honigkirmes
  • Realisierbarkeit sowie Wirtschaftlichkeit
  • Kinderfreundlichkeit
  • Seniorenfreundlichkeit, Reduzierung von Barrieren
  • sowie Sicherheit im öffentlichen Raum.

In mehreren Bewertungsrundgängen wurden die Arbeiten nach den gerade genannten Kriterien beurteilt und nach einem intensiven Tag wurden die Preise und Anerkennungen den Wettbewerbsarbeiten zugeordnet.

Das Preisgericht hat sich (einstimmig) dazu entschlossen einen 3. Preis nicht zu vergeben, sondern für 2 Arbeiten eine Anerkennung auszusprechen. Alle eingereichten Arbeiten erfüllten die formellen Kriterien der Auslobung und unterschieden sich teilweise nur durch einige Planungsdetails. Das Preisgericht ist jedoch einstimmig zu folgendem Ergebnis gekommen.

Die Anerkennung erhalten jeweils die Büros:

Club L 94 Landschaftsarchitekten aus Köln
FSWLA Landschaftsarchitektur aus Düsseldorf

Der 2. Preis geht an das Büro

Geskes Hack Landschaftsplanung aus Berlin

Der 1. Preis geht an das Büro

RMP Stephan Lenzen in Bonn

Die eingereichten Arbeiten können Sie durch Klick auf den jeweiligen Preisträger einsehen.

Besten Dank allen teilnehmenden Büros, dem Büro Pesch & Partner für Organisation und Begleitung des Verfahrens und den seitens der Gemeindeverwaltung beteiligten Mitarbeitenden für Ihren Einsatz und Ihre Mühe.

Wie geht es jetzt weiter?

Mit den beiden Preisträgern werden wir die Ausführungsplanungen weiter verfolgen. Daneben werden wir natürlich noch den Bebauungsplan 1a Hünxe Dorf anpassen müssen um danach dann die Umsetzung der Planung anzugehen.

Die Finanzierung sowohl der Preisgelder als auch ein Großteil der Kosten für die folgenden Prozessschritte können wir aus den Fördermitteln der Städtebauförderung des Landes NRW bestreiten. Hier möchte ich einen Gruß und meinen herzlichen Dank nach Düsseldorf richten!

Herzlichen Dank und Glück Auf!
Ihr Bürgermeister
Dirk Buschmann