Achtung Eichenprozessionsspinner!

In der Gemeinde Hünxe sind vorrangig im Außenbereich flächendeckend Eichenbäume mit dem Eichenprozessionsspinner befallen. In den letzten Wochen erfolgte eine vorbeugende Bekämpfung an Spielplätzen, Schulen, öffentlichen Wegen und Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, mit einem Biozid. Dort hat sich der Eichenprozessionsspinner nur in geringen Umfang entwickelt. Im Außenbereich finden sich aber viele befallene Bäume. Aufgrund der Menge der Nester ist eine zeitnahe Bekämpfung oder Beseitigung flächendeckend nicht mehr möglich.


Die Meldungen zu den Nestern werden gesammelt, begutachtet, priorisiert und dann erfolgt eine Bekämpfung bzw. Beseitigung. Vorrangig werden Nester innerorts in Bereichen an denen sich viele Menschen aufhalten beseitigt. Im Außenbereich ist eine Beseitigung nur in Gefahrenlagen (Griffhöhe) möglich. Eine Bekämpfung durch die Gemeinde erfolgt nur im öffentlichen Bereich, auf privaten Grundstücken ist der Eigentümer verantwortlich.


Eine Gesundheitsgefährdung, auch für Hunde und Pferde, kann von den sehr feinen Haaren der Raupen ausgehen, die pseudo-allergische Reize auslösen. Mit der Verpuppung der Raupen Ende Juni nimmt die Gefahr, mit den Haaren in Kontakt zu kommen, deutlich ab. Eine umsichtige Verhaltensweise bewirkt schon eine Minimierung der tatsächlichen Gefahr. Dazu gehört, dass Eichenbäume und -bestände so weit wie möglich zu meiden sind, Raupen und Gespinste nicht berührt und empfindliche Bereiche (z.B. Nacken, Hals, Unterarme) geschützt werden.

Sind Eichen betroffen, die auf privaten Grund und Boden stehen, kann der Eigentümer sich um eine fachgerechtete Bekämpfung kümmern, er ist dazu allerdings nicht verpflichtet. Sollten Sie Nester entdecken, die sich auf öffentlichem Grund befinden, haben Sie die Möglichkeit diese bei der Gemeinde Hünxe zu melden. Meldungen über befallene Bäume können am besten über den Mängelmelder auf www.huenxe.de oder per Mail an ordnung@huenxe.de erfolgen.

Allgemeine Tipps für den Schutz:

Generell dürfen Raupen und ihre Nester nicht berührt werden. Schon bei Verdacht eines Haarkontakts können folgende Maßnahmen helfen:

  • Kleidung umgehend im Freien wechseln, Schuhe nass reinigen
  • Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen
  • Sichtbare Raupenhaare mit einem Klebstreifen entfernen
  • Gründliches Duschbad mit Haarreinigung und Augenspülung mit Wasser
  • Betroffene Gegenstände waschen, saugen und feucht reinigen
  • Hunde baden
  • Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, beim Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren.