Geschichte

Die Geschichte von Hünxe

Hünxe wurde als "de Hungese" im Jahre 1092 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Aus „Hungese" entwickelte sich dann im Laufe der Jahrhunderte der Name „Hünxe". Der Ortsteil Drevenack kann hinsichtlich der ersten urkundlichen Erwähnung auf ein noch höheres Alter verweisen. In einer Urkunde aus der Zeit von 880 - 890 wird Drevenack als „Drivinniki" genannt. Das untere Lippetal war schon zu früheren Zeiten ein beliebter Siedlungsplatz, dies beweisen die Hügelgräber in den Testerbergen, wo bereits in der Jungsteinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit Bestattungen stattgefunden haben.

Ehemaliger Eingang Schloss GartropArchäologen haben in Bruckhausen und Bucholtwelmen Reste von Häusern, die vor etwa 2500 Jahren gebaut wurden, freigelegt und die Spuren vermessen. Aus dem Lippeufer wurden ein frühgeschichtliches Boot, ein 15 m langer Einbaum und ein Mammutschädel geborgen. In Hünxe, Gartrop-Bühl und Bruckhausen finden sich Wallburgen aus der Karolinger-Zeit wieder. Historische Bauwerke dokumentieren sehr eindrucksvoll die mehr als 900- jährige Geschichte von Hünxe. Zu erwähnen sind hier die sehenswerten Dorfkirchen in Drevenack und Hünxe, die beide aus dem 13. Jahrhundert stammen, das Wasserschloss Gartrop und das Haus Schwarzenstein, beide aus dem 14. Jahrhundert und das alte Treidelschifferdorf Krudenburg mit dem alten Hafen und dem historischen Ortskern, welcher unter Denkmalschutz steht.

Hünxe gehörte bis 1609 zum Herzogtum Kleve, später zum Kurfürstentum Brandenburg und danach zum Königreich Preußen. 1806 wurde das rechtrheinische Gebiet von französischen Truppen unter Kaiser Napoleon besetzt. Dadurch wurde nach französischem Vorbild die Munizipalverwaltung eingeführt. Nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 fällt das Gebiet wieder unter preußische Verwaltung. Aus der Munizipalität Gahlen wurde nun die Bürgermeisterei Gahlen und daraus ging im Laufe der Zeit das Amt Gahlen zu Hünxe (seit 1927) hervor. Die heutige Form erhielt die Gemeinde durch die kommunale Neugliederung, die am 01.01.1975 in Kraft trat. Zur „neuen" Gemeinde Hünxe zählten nun Bruckhausen, Bucholtwelmen, Gartrop-Bühl und Hünxe südlich der Lippe sowie Drevenack und Krudenburg nördlich des Flusses.