Neues RVR-Solardachkataster zeigt Potenzial an Sonnenstrom für sieben Millionen Verbraucher

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat ein Solardachkataster für die gesamte Region aufgestellt. Das Solardachkataster ist ein flächendeckendes Angebot, mit dem für jede Stadt in der Metropole Ruhr schnell und unkompliziert ermittelt werden kann, welche Dächer für die umweltfreundliche Stromproduktion in Frage kommen. Das Kataster kann ab sofort unter www.solardachkataster.rvr.ruhr von allen Bürgerinnen und Bürgern im Ruhrgebiet genutzt werden. Auch die Kommunen im RVR können die interaktive Karte auf ihren Internetseiten einbinden. Darüber hinaus steht es Wohnungsgesellschaften oder Bürgerenergie-Genossenschaften zur Verfügung. So kann auch die solare Eignung von Mietshausdächern überprüft werden.

Die Auswertung des Katasters durch den RVR hat ein großes Potenzial ergeben: Rund eine Millionen Gebäude sind für die Nutzung der Sonnenenergie geeignet, also fast jedes zweite Dach in der Metropole Ruhr. Wenn alle diese Flächen in Zukunft genutzt würden, könnte umgerechnet der Strombedarf von mehr als sieben Millionen Einwohnern gedeckt werden. Mehr als fünf Millionen Tonnen CO2 würden eingespart.

Martin Tönnes, Beigeordneter für Planung beim Regionalverband Ruhr: "Auf den Dächern unserer Häuser und Unternehmen liegt das größte Potenzial für die Erneuerbaren Energien in der Metropole Ruhr. Wenn wir dieses bislang weitgehend brachliegende Potenzial aktivieren, leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir schaffen gleichzeitig ein Beschäftigungsprogramm für örtliche Handwerksunternehmen."

Mit wenigen Klicks können interessierte Hausbesitzer erfahren, ob die Dachfläche ihrer Immobilie für die Installation einer Solaranlage geeignet ist. Zum Beispiel für Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung (Photovoltaik) oder Warmwasserbereitung (Solarthermie). Eine erste Einschätzung, ob sich der Einsatz der Sonnenenergie lohnt, gibt der Wirtschaftlichkeitsrechner. Unter Berücksichtigung von Dachflächengröße, Ausrichtung, Neigung, Verschattung durch umliegende Bäume und Bauwerke und der mittleren Sonneneinstrahlung können im Internet die energetische Nutzung der Dachflächen berechnet werden. Die Webseite erklärt auch erste Schritte zur eigenen Solaranlage. Die Ergebnisse der internet-gestützten Potenzialanalyse müssen durch einen qualifizierten Fachberater vor Ort überprüft werden. Dieser kann zudem über mögliche Förderprogramme informieren.

Die Daten für das flächendeckende Solardachkataster stellen der RVR, das Geonetzwerk metropoleRuhr und das Land NRW auf Basis von Befliegungsdaten zur Verfügung. Weiterer Projektpartner ist die tetraeder.solar GmbH, Dortmund.

Das neue RVR-Angebot im Netz: www.solardachkataster.rvr.ruhr