Ergebnisse des sechsten Hünxe_TELEGRAMMS

IKEK / ISEK Hünxe _ Hünxe_ TELEGRAMM

Woche 6 „Zusammenleben von Jung und Alt"

In der letzten Woche stand das Zusammenleben der Generationen im Fokus des Hünxe_TELEGRAMMs. Insgesamt berichteten viele Bürgerinnen und Bürger von ihren positiven Erfahrungen. Jung und Alt kommen im Rahmen von unterschiedlichen Festen in den Ortsteilen zusammen. Man trifft sich bei Geburtstagen und Hochzeiten in der Nachbarschaft, und in manchen Nachbarschaften werden Ausflüge und Straßenfeste organisiert. Die Dorfgemeinschaften bzw. Nachbarschaften sind durch ein selbstverständliches Geben und Nehmen geprägt.

Viele haben beschrieben, dass sie mit mehreren Generationen unter einem Dach leben. Hier funktioniert das Zusammenleben der Generationen: man unterstützt sich gegenseitig wo es geht und niemand ist alleine. Grundsätzlich sind ein respektvoller Umgang miteinander sowie gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz von großer Bedeutung für ein gelungenes Miteinander. Dies gilt besonders, wenn man eng zusammenlebt.

Großen Anklang finden organisierte Angebote, bei denen Jung und Alt zusammenkommen, z.B. in den Kirchengemeinden und Sportvereinen sowie im Ehrenamt. Für die Begegnung der Generationen im Alltag werden geeignete Treffpunkte für wichtig gehalten. Für einige Ortsteile werden diese konkret benannt: In Hünxe ist ein Generationentreffpunkt am Marktplatz und am Dorfteich vorstellbar. In Drevenack kommt diese Funktion dem Café im Supermarkt immer mehr zu. In Gartrop-Bühl übernimmt das neue Schützenhaus die Funktion eines Bürgerhauses, das von Jung und Alt genutzt wird. In Bucholtwelmen könnte ein Treffpunkt helfen, die gute Dorfgemeinschaft auch den Zugezogenen nahezubringen. In Bruckhausen trifft man sich im Alltag eher im privaten Bereich, offene Angebote kommen in den Ant-worten nicht zur Sprache.

Die Bürgerinnen und Bürger haben einige kreative Vorschläge gemacht, die helfen können, das Miteinander von Jung und Alt zu fördern. So werden z.B. Patenschaften zwischen Jung und Alt angeregt. Eine weitere Idee ist die Einrichtung einer „Taschengeldbörse", bei der Jugendliche Ältere bei täglichen Erledigungen unterstützen. Die Vermittlung gegenseitiger Unterstützungsangebote (z.B. Kinderbetreuung) könnte eine weitere Möglichkeit sein, Alt und Jung miteinander in Kontakt zu bringen. Über diese konkreten Ideen hinaus wird die Einrichtung eines Arbeitskreises zur Gestaltung des Zusammenlebens von Jung und Alt vorgeschlagen. Gemeinsame Ziele und Projekte, die in dieser Gruppe entwickelt werden, könnten helfen, die Gemeinschaft lebendig zu halten.

Auf die Frage, wie „altersintegrierte Wohnprojekte" von der Bürgerschaft Hünxes eingeschätzt werden, ist eine häufige Antwort, dass man ein solches Modell bereits in der Familie praktiziert. Von denjenigen, heute nicht mit mehreren Generationen unter einem Dach leben, können sich viele ein Leben in einem solchen Wohnprojekt vorstellen. Die Vorteile wie gegenseitige Unterstützung, das Vorhandensein eines Ansprechpartners und ein lebendiges Miteinander im Alltag sind für viele wichtiger als die durchaus vorhandenen Bedenken. Hier wurde genannt, dass es aufgrund unterschiedlicher Ansichten und Einstellungen zu Konflikten kommen kann, oder dass man lieber in seinem gewohnten Umfeld bleiben möchte. Eine altersintegrierte Wohnform entspricht auch nicht bei allen Teilnehmenden den persönlichen Wohnvorstellungen im Alter. Einige Antworten beschreiben aber einen grundsätzlichen Bedarf an Mehrgenerationenhäusern, betreutem Wohnen und Seniorenheimen in Hünxe.

Fazit

Grundsätzlich wird ein lebendiges Miteinander von Jung und Alt, das von gegenseitigem Verständnis und Toleranz geprägt ist, für wichtig gehalten. Gegenseitige Unterstützung trägt bei vielen dazu bei, dass der Alltag einfacher bewältigt werden kann. Positiv werden organisierte Angebote gesehen, bei denen Alt und Jung miteinander in Kontakt kommen. Für den Ausbau dieser Kontakte im Sinne einer sich gegenseitig bereichernden und stützenden Gemeinschaft gibt es in der Bürgerschaft einige kreative Ideen.